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	<title>Studienkreis Oberursel</title>
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	<description>Ein Blogquest für den Nachhilfebereich von der 7. bis zur 13. Klasse</description>
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		<title>Studienkreis Oberursel</title>
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		<title>Textanalyse: Borchert, Nachts schlafen die Ratten doch</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 17:46:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wolfgang Borchert]]></category>

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		<description><![CDATA[1.       Unmittelbarer Einstieg in die Kurzgeschichte mit der Beschreibung der Handlungsszene in zwei Zeilen. 2.       Die Szene ist statisch. Die Geschichte bildet nur ein zerstörtes Nachher und ein diffuses Vorher ab. Handlungsabläufe finden im Grunde genommen nicht statt. Die Dramatik des Geschehenen erschließt sich lediglich aus dem Dialog. Das Statische wird noch durch die Eingangsmetaphorik [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=196&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1.       Unmittelbarer Einstieg in die Kurzgeschichte mit der Beschreibung der Handlungsszene in zwei Zeilen.</p>
<p>2.       Die Szene ist statisch. Die Geschichte bildet nur ein zerstörtes Nachher und ein diffuses Vorher ab. Handlungsabläufe finden im Grunde genommen nicht statt. Die Dramatik des Geschehenen erschließt sich lediglich aus dem Dialog. Das Statische wird noch durch die Eingangsmetaphorik betont. Das Fenster gähnt, die Mauer ist vereinsamt und die Schuttwüste döst. Die Beschreibung atmet Leblosigkeit, Bewegungslosigkeit und Stille.</p>
<p><a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/11/borchert_kl.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-201" title="Wolfgang Borchert" src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/11/borchert_kl.jpg?w=160&#038;h=191" alt="" width="160" height="191" /></a></p>
<p>3.       Der Leser wird wie mit einer Kamera durch die Szene navigiert. Aus der Totalen zoomt sie in das Gesicht des Jungen mit den geschlossenen Augen. Dann übernimmt der Leser die eingeschränkte Innenperspektive des Jungen, vergleichbar mit einer Kamera die sich mit einer zu nahen Zoomeinstellung die Umgebung ausschnittweise nur Stück für Stück erschließt. Siehe Z. 6-9 Diese bruchstückhafte Wirklichkeitserschließung setzt sich in den Inhalten des Dialogs fort, wobei die Ambivalenz zwischen Realität und Einbildung bis zum Schluss der Erzählung  aufrecht erhalten wird.</p>
<p>4.       Ein äußerst zurückhaltend auftretender Er-Erzähler</p>
<p>5.       Er schildert die Innensicht der ersten Person. Wie sich erst in Zeile 27 für den Leser zweifelsfrei ergibt, handelt es sich um einen 9-jährigen Jungen namens Jürgen.</p>
<p>6.       Die zweite Person, ein älterer Mann, wird nur anhand äußerer Merkmale und Attribute beschrieben.</p>
<p>7.       Von der 4. Zeile bis zum Schluss der Geschichte, die einen Handlungszeitraum von ca. 10 Minuten beschreibt, wobei Erzählzeit gleich erzählte Zeit ist, dominiert der Dialog zwischen den beiden Figuren und die Blickperspektive des Jungen.</p>
<p>8.       Das Motiv für den Jungen, mit einem Stock bewaffnet auf dem Schuttberg zu sitzen, ergibt sich plausibel aus dem, was er dem älteren Mann mitteilt, nachdem er zu ihm Vertrauen gefasst hat.</p>
<p>9.       Das Motiv des Mannes bleibt bis zum Schluss im Dunkeln. Er bedient die Vorstellungswelt des Jungen.</p>
<p>10.   Die Vorgeschichte erschließt sich dem Leser nach und nach durch die Schilderungen des Jungen. Das Erzählte weist aber logische Brüche auf: Einerseits ist dem Jungen klar, dass sein 4-jähriger Bruder tot sein muss, in Z. 50: „Ja, die essen doch von Toten…“, dann aber in Z. 58: „Er war viel kleiner als ich…Er ist doch viel kleiner als ich“ widerspricht er sich selbst. Im strengen Sinne ist der Bruder „nur“ vermisst (…das Licht weg im Keller. Und er auch. Wir haben noch gerufen.Z.57)</p>
<p>11.   Das „wir“ deutet an, dass Jürgen während eines Bombenangriffs mit seinen Eltern (Mutter) und seinem Bruder im Keller sitzt, während ihr Haus darüber einen Treffer erhält. Er hat demnach kein Zuhause mehr. Dennoch sagt der Mann zu ihm: „Ich gehe dann mit dir nach Hause…“ Z.78 und der Junge antwortet: „Wir haben auch noch Bretter zu Hause… Z.81.</p>
<p>12.   Die Ungereimtheiten dokumentieren die Verwirrung des Jungen, der das Geschehene noch nicht verarbeitet hat und Vorher und Nachher ineinander wahnhaft verschwimmen lässt. Auch hier bedient der Mann die Imagination des Jungen, die intakte Vergangenheit vor der Katastrophe real erscheinen zu lassen und gibt ihm damit Trost und Halt.</p>
<p>13.   Die Atmosphäre suggeriert Zerstörung, Gesetzlosigkeit und die Auflösung gesellschaftlicher Strukturen und die sich darauf gründenden Selbstgewissheiten des Individuums. Z.5: „Jetzt haben sie mich!“ Dieser Ausspruch suggeriert, er sei auf der Flucht oder müsse sich verstecken. Beides trifft in der Szene aber nicht zu. Also muss es die instinktive Angst vor etwas Unfassbarem sein, das ihn einholt. Er ist aber psychisch und wohl auch physisch so erschöpft, dass er schicksalsergeben lediglich seine Augen öffnet.</p>
<p>14.   Die Attribute Korb und Messer des Mannes könnten ein Hinweis darauf sein, und das ist die Interpretation des Jungen, dass er Kaninchenfutter gesammelt hat. Sie könnten aber auch andeuten, dass es sich bei dem Mann um einen Plünderer handelt, der auch vor Gewalt nicht zurückschrecken würde, wenn er sich dadurch einen Vorteil verschaffen könnte. Vgl. dazu Z.17: „Wohl auf Geld… und wischte das Messer … hin und her.“</p>
<p>15.   Erst mit der brüsken Zurückweisung, er würde auf Geld aufpassen, verändert der Junge unbewusst die Haltung des Mannes ihm gegenüber und damit den weiteren Handlungsverlauf.  Erst jetzt beginnt der Mann sich für das Schicksal des Jungen zu interessieren und er begibt sich dafür auf die Gesprächsebene eines 9-Jährigen.</p>
<p>16.   Der 9-Jährige ist kein Kind mehr. Er harrt seit mehr als 24 Stunden in einer Trümmerlandschaft aus, lediglich mit einem halben Brot und Tabak für Zigaretten ausgestattet. Es ist offensichtlich, dass er nicht nur seinen Bruder, sondern seine ganze Familie verloren hat. Dadurch, dass der Mann die Geschichte mit den Kaninchen aufgreift, bringt er den Jungen in der Phantasie zurück in die heile Welt der Kindheitstage. Szenerie und Thema des Dialogs fallen diametral auseinander.</p>
<p>17.   In dieser Welt gibt es noch Lehrer, Autoritätspersonen, die einem die Welt erklären oder zumindest erklären sollten. Die „Rattenthese“ soll helfen, dem Jungen die unendlich schwere Last der Verantwortung von den Schultern zu nehmen.</p>
<p>18.   Der Mann gibt dem Jungen das irreale, aber hoffnungsvolle Gefühl, mit ihm und seinem Vater aus Kistenbrettern einen Kaninchenstall zu bauen, und zwar „zu Hause“, an einem Ort, der nicht mehr existiert.</p>
<p>19.   Die Geschichte endet mit der Hoffnungsfarbe „grün“, doch auch die Wahrnehmung von „grünem Kaninchenfutter“ gründet auf einer Illusion &#8211; denn weder der Junge noch der Leser kennen den Inhalt des Korbs &#8211; und sie ist überdeckt vom Grau des Schutts.</p>
<p>20.   Da die Geschichte so wenig ein Ende hat, wie sie einen Anfang hatte, wird wohl auch das Versprechen des Mannes,  er würde noch vor der Dunkelheit zurückkommen, um sie in die unversehrte Alltagswelt zurückzubringen, uneingelöst bleiben.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/196/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=196&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Schiller „Ankündigung der Horen“</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 13:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schiller "Ankündigung der Horen"]]></category>

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		<description><![CDATA[Schiller „Ankündigung der Horen“ Schiller möchte sich in seiner Ankündigung der Horen vor allem zwei Ziele setzen. Zum einen möchte er mit der Zeitschrift nicht die Debattierzirkel seiner Zeit bedienen, die sich um das tagespolitische Klein-Klein angesichts der revolutionären Geschehnisse in Frankreich drehen. Zum anderen möchte er, ganz der Aufklärung verschrieben, seinen Leser befähigen, sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=189&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schiller „Ankündigung der Horen“</p>
<p>Schiller möchte sich in seiner Ankündigung der Horen vor allem zwei Ziele setzen. Zum einen möchte er mit der Zeitschrift <strong>nicht </strong>die Debattierzirkel seiner Zeit bedienen, die sich um das tagespolitische Klein-Klein angesichts der revolutionären Geschehnisse in Frankreich drehen. Zum anderen möchte er, ganz der Aufklärung verschrieben, seinen Leser befähigen, sich aus seiner „selbst verschuldeten Unmündigkeit“ zu befreien. Dabei muss er die Weiterentwicklung gesellschaftlicher und geschichtlicher Zusammenhänge hin zu idealen Zuständen erkennen und auch mitgestalten können. Dadurch verbietet sich die Auseinandersetzung mit tagespolitischen Streitigkeiten von selbst, um gewonnene Erkenntnisse in einen höheren Zusammenhang zu bringen.</p>
<p><em>Zitat Z. 19ff: „Aber indem sie sich alle Beziehungen auf den jetzigen Weltlauf und auf die nächsten Erwartungen der Menschheit verbietet, wird sie über die vergangene Welt die Geschichte und über die kommende die Philosophie befragen, wird sie zum Ideale veredelter Menschheit, welches durch die Vernunft aufgegeben…“</em></p>
<p>Um das zu realisieren, bedarf es des gegenseitigen Austausches und der gegenseitigen Befruchtung von Kunst und Wissenschaft, wobei die Wissenschaft dem Erkenntnisgewinn dient und die Kunst seiner Vermittlung zum Wohl einer gesellschaftlichen Entwicklung hin zu einem zukünftigen Ideal. Das gestaltet sich ganz im Sinne der Horen, die für Ordnung, Gerechtigkeit und Frieden stehen.</p>
<p><em>Zitat Z. 29: Man wird streben, die Schönheit zur Vermittlerin der Wahrheit zu machen…“</em></p>
<p><em>Z.35f: Auf diese Art glaubt man (Schiller und Goethe) zur Aufhebung der Scheidewand beizutragen…“</em></p>
<p>Diese vermittelte Wahrheit ist den Unzulänglichkeiten der Gegenwart enthoben, sie speist sich einerseits aus der Interpretation der geschichtlichen Vergangenheit und befragt die Philosophie nach der Zukunft auf der Ebene unwandelbarer Gesetzmäßigkeiten der Natur, versinnbildlicht durch die von den Griechen verehrten Göttergestalten.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/189/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=189&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8222;Nathan der Weise&#8220; und &#8222;Clash of Civilizations&#8220;  &#8211;  ein Vergleich</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 07:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lessing und Huntington - ein Vergleich]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergleich zwischen den religionskritischen Ansätzen Lessings in dem Drama „Nathan der Weise“ und dem Buch des Politologen Huntington „The clash of civilizations“. Der Politologe Huntington Huntington war Berater der US-Regierung und forschte an der Fragestellung, wo die Konfliktlinien im 21. Jahrhundert verlaufen werden. Seine Erkenntnisse manifestierten sich in Thesen, die er im obigen Buch dargelegt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=174&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vergleich zwischen den religionskritischen Ansätzen Lessings in dem Drama „Nathan der Weise“ und dem Buch des Politologen Huntington „The clash of civilizations“.</strong></p>
<p>Der Politologe Huntington <a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/06/800px-samuel_p-_huntington_2004_world_economic_forum.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-179" title="800px-Samuel_P._Huntington_(2004_World_Economic_Forum)" src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/06/800px-samuel_p-_huntington_2004_world_economic_forum.jpg?w=300&#038;h=211" alt="Samuel Huntington" width="300" height="211" /></a></p>
<ol>
<li>Huntington war Berater der US-Regierung und forschte an der Fragestellung, wo die Konfliktlinien im 21. Jahrhundert verlaufen werden. Seine Erkenntnisse manifestierten sich in Thesen, die er im obigen Buch dargelegt hat.</li>
<li>Demnach ist der ideologisch begründete Gegensatz zwischen West und Ost, namentlich den USA und der ehemaligen Sowjetunion, überholt. War die Ideologie das bestimmende identitätsstiftende Element in einer bipolaren Welt, so ist es in nächster Zukunft laut Huntington das Zugehörigkeitsgefühl zu einem bestimmten Kulturkreis, aus dem heraus sich die kulturelle Gemeinschaft von anderen Kulturkreisen abgrenzt.</li>
<li>In den Augen H.‘s sind China und islamische Kernstaaten die sog. Herausfordererkulturen, die sich in Opposition zu den westlichen Industrienationen sehen.</li>
<li>Aus Bipolarität wird Multipolarität: Es findet eine Rückbesinnung auf Herkunft, Religion, Sprache und Sitten statt.</li>
<li>Stabilisierung der eigenen Identität durch Abgrenzung. Angesichts der Globalisierung definieren sich die Menschen darüber, wer oder was sie nicht sind. Sie nehmen sich distinktiv zum Anderssein der Vertreter anderer Kulturkreise wahr. Nützliches wird adaptiert, kulturfremdes jedoch abgelehnt oder bekämpft.</li>
<li>Nach Huntington gibt es nicht genau definierbare Kulturkreise, denen aber ein kulturbestimmender Kernstaat zuzuordnen ist. Grob unterscheidet H. 7 Kulturkreise, von denen der westliche zunehmend an Bedeutung und somit an Macht verlieren wird.</li>
<li>Diese Machtverschiebung ist auch dem Umstand geschuldet, dass die Bevölkerung vor allem in den islamischen Ländern überproportional wächst, im Westen die Bevölkerungsentwicklung hingegen stagniert oder gar rückläufig ist.</li>
<li>Als Fazit schlägt H. eine neue geopolitische Ausrichtung mit der „conditio humana“ als kulturverbindende moralische Leitinstanz vor. Ansonsten sollte militärstrategisch das multipolare Gleichgewicht das bisherige bipolare ersetzen.</li>
<li>Der schwindende Einfluss des Westens ist nach H. vor allem auf den allgemeinen Werteverfall zurückzuführen, wonach asoziales Verhalten, die Auflösung der Familie, die mangelnde Bereitschaft , der Gesellschaft freiwillig zu dienen und daraus resultierend ein zunehmender Egoismus zu konstatieren seien.</li>
</ol>
<p>Der Aufklärer Lessing <a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/02/lessing.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-147" title="Lessing" src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/02/lessing.jpg?w=65&#038;h=78" alt="" width="65" height="78" /></a></p>
<ol>
<li>Der Ursprung des Dramas N.d.W. ist in den „Fragmenten eines Unbekannten“ genannten Streitschriften zu suchen, die Lessing auf Grundlage der „Apologie“ von Reimarus veröffentlicht hatte. Damit rief er heftige Kontroversen hervor, namentlich durch den Hauptpastor von Hamburg Goeze und handelte sich damit von seinem „Arbeitgeber“ in Braunschweig eine partielle Aufhebung der Zensurfreiheit ein. Also transferierte er den Diskurs über die Toleranzfähigkeit des Christentums in die Welt der Literatur.</li>
<li>Die religionskritische Position von Reimarus sollte auch auf die jüdische Religion Anwendung finden, bei näherer Betrachtung fand R. aber gerade in der jüdischen Haltung, der Ablehnung der Vergöttlichung Jesu und der Nichtanerkennung der Dreieinigkeit, seine eigene Kritik bestätigt, was seine Wandlung vom Kritiker zum Apologeten des Judentums bewirkte.</li>
<li>Reimarus wie Lessing setzten sich für eine „Humanitätsreligion“ ein. Die Ringparabel als <em>Anregung Lessings wurde zum Leitmotiv im Diskurs der Religionen der folgenden  Jahrzehnte: Mit der Ring-Parabel im Nathan (1779) ließ Lessing die Frage in der Schwebe, ob die Konvergenz der Religionen hin zu einem Humanitätsideal zum Verlöschen der Religionen, oder ob gerade das Festhalten an ihnen zum gemeinsamen Humanitätsideal führen würde</em> (Jobst Paul).</li>
<li>Für das Christentum ergaben sich in dieser Debatte die Fragen: <em>Wie konnte es angesichts unhaltbarer Dogmen als Religion bestehen? Wie sollte man nur nennen, was übrig blieb? Und wie sollte man die Tatsache aushalten, dass das Judentum längst dort stand, wo man hinstrebte?</em> (Paul).</li>
<li>Nach Lessing verkörpert also das Judentum das aufklärerische Ideal religiöser Toleranz. In der Familie der drei Buchreligionen ist demnach das Judentum am Aufgeklärtesten, weil es keine Gewissheiten formuliert, die Andersgläubige herabsetzt oder ausschließt, sondern sich an einer ethischen Handlungsmaxime orientiert, das der große Aufklärer Kant mit seinem „Kategorischen Imperativ“ formuliert hat: „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“</li>
</ol>
<p><strong>Lessings Haltung</strong></p>
<p>Der so genannte „Fragmentenstreit“ wird zeitlich gesehen mitten in der Epoche der Aufklärung ausgetragen, die, von Deutschland aus betrachtet philosophisch maßgeblich durch Kant geprägt wurde. Seine Forderung an den Menschen, aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit aufzubrechen, zielte auf nichts geringeres, als auf die bürgerliche Emanzipation von Adel und Klerus. Auf die christliche Religion bezogen bedeutete es, die Dogmatik der kirchlichen Lehre vor allem im Hinblick darauf, den Menschen in geistiger und moralischer Abhängigkeit zu belassen, in entscheidenden Punkten aufzubrechen und Raum zu lassen für eine neue Ethik, die auf Vernunft basierend, losgelöst von den angeblich unumstößlichen Wahrheiten einzelner Religionen eine allumfassende Gültigkeit beanspruchen sollte.</p>
<p>„Nathan der Weise“ ist die in Dramenform gegossene Grundüberzeugung Lessings, die sich mit den Schriften von Reimarus zumindest in einem Punkt deckt. Vom ethischen Standpunkt seien die Juden die besseren Christen. Der Titel verrät bereits, dass den Juden mit Nathan sowohl in geistiger als auch moralischer Hinsicht eine führende Rolle zugedacht ist, die sie aber nicht missbräuchlich nutzen, sondern in den Dienst eines friedlichen Nebeneinander der drei Buchreligionen stellen. Denn wie in der Auflösung des Dramas handelt es sich eigentlich um eine einzige Religionsfamilie. In dieser aufklärerischen Auffassung liegt die in allen späteren demokratischen Verfassungen garantierte freie Religionsausübung begründet.</p>
<p>In das Zeitalter des sog. aufgeklärten Absolutismus, in dem die Zentralisierung von Verwaltungs- und Herrschaftsstrukturen oberste Priorität genoss, fielen die meisten Erlasse, die auf eine Integration der jüdischen Gemeinden in Europa abzielten. Sie sollten Teil einer sozial und wirtschaftlich homogen strukturierten Gesellschaft werden, was natürlich auch den Verlust der Verwaltungsautonomie der jüdischen Gemeinden nach sich zog. So offenbarte sich hier auf eine sehr anschauliche Weise, wie die gewonnenen Freiheiten des einzelnen jüdischen Bürgers mit dem Verlust der autonomen Stellung der jüdischen Gemeinden einherging. Das zeigt, wie sehr sich integrierende und segregierende Strömungen aufgrund unterschiedlicher Interessenlagen im Wege standen.</p>
<p>Welche Rolle spielte nun der Islam in der Geisteswelt zu Zeiten Lessings?</p>
<p>Sie war eher untergeordnet, da sich die Integrationsfrage in Deutschland anders als heute ausschließlich im Zusammenhang mit den jüdischen Gemeinden stellte. Also ging Lessing bei der Suche nach einem geeigneten Dramenstoff in der Geschichte soweit zurück, bis er auf die letzte direkte Konfrontation zwischen dem Islam, dem Judentum und dem abendländischen Christentum stieß, auf die Zeit der letzten Kreuzzüge. Hier lässt er nun die Vertreter der drei Einzelreligionen konvergente universalreligiöse Gedanken im Sinne einer Vereinigungsreligion entfalten. Da das Drama einer idealistischen Konstruktion entspricht, greift auch die Kritik an Lessing zu kurz, er hätte mit der Ausformung der Rolle des Saladin Geschichtsklitterung betrieben. Der historische Saladin neigte vor allem in den Jahren seiner höchsten Machtentfaltung einer islamischen Strömung zu, die auf Konfrontation und Verdrängung des Christentums setzte. Bei Lessing hingegen stehen sich Judentum und Islam näher und betreiben die aktive Integration des Christentums. Lessing traut also beiden „morgenländischen“ Buchreligionen eine höhere moralische Kompetenz und integrative Kraft zu als dem abendländischen Christentum.</p>
<p>Jetzt ist es aber naheliegend, dass Lessing über den Umweg von Boccaccios „Decamerone“, dem er den Topos der Ringparabel entnommen hat, durchaus bekannt war, welche aufklärerischen Strömungen es im Islam des ausgehenden 12. Jahrhunderts gegeben hat. Der Islam zu Zeiten seines größten Einflusses in Europa, namentlich in Spanien, war, um es verkürzt zu sagen, der Wegbereiter der europäischen Renaissance. Nie zuvor und danach gab es so viele arabische Gelehrte, die sich auf die griechische Philosophie und Wissenschaft beriefen, sie übersetzten und weiter entwickelten, wie im islamischen Herrschaftsgebiet der damaligen Zeit. Daher ist es auch naheliegend, dass Boccaccio selbst seinen Erzählstoff von einer mündlich überlieferten Erzählung sephardischer Juden übernommen hatte, die im 12. Jahrhundert einträchtig neben den Muslimen in Spanien lebten.</p>
<p><a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/06/180px-bae09705.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-181" title="180px-BAE09705" src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/06/180px-bae09705.jpg?w=180&#038;h=256" alt="Ibn Rushd" width="180" height="256" /></a> Dort, in Cordoba, lehrte Ibn Rushd, auch als Averroes bekannt, der sich insbesondere mit der aristotelischen Philosophie auseinandersetzte, und daranging, unter Heranziehung vernunftgesteuerter Maßstäbe, eine inhaltsabhängige unterschiedlich wörtliche oder übertragende Koranauslegung vorzunehmen. Damit wandte er sich eindeutig gegen eine dogmatische Auslegung des Koran und die damit einhergehende Verfolgung Andersdenkender. Nicht unerwähnt bleiben sollte Suhrawardi, ein persischer Mystiker, der mit seiner unkonventionellen und undogmatischen Einstellung zum Islam kurioserweise von Saladin als „Ketzer“ hingerichtet wurde.</p>
<p>Lessing lebte zu einer Zeit, in der die christlich religiöse Selbstgewissheit einer aufklärerischen Überprüfung unterzogen wurde. Die vermeintlich moralische Überlegenheit der christlich abendländischen Kultur rieb sich insbesondere an der jüdischen Kultur. Lessing überträgt den Konflikt seiner Zeit in das 12. Jahrhundert, als der Islam im Zenit seiner größten Machtentfaltung die Toleranz an den Tag legte, die Lessing bei seinen christlichen Zeitgenossen vermisst.<br />
<a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/06/kant.jpg"><img src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/06/kant.jpg?w=125&#038;h=94" alt="" title="Kant" width="125" height="94" class="alignleft size-full wp-image-183" /></a>Huntington zieht mehr als 200 Jahre später sein Fazit aus einer Epoche sozialer und kultureller Umwälzungen, wie es sie in dieser raschen Abfolge in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor nicht gegeben hat. Seit Lessing ergab sich als Folge der Aufklärung in der Art einer Kettenreaktion zunächst die bürgerliche Emanzipation, die Säkularisierung und mit ihr der Verlust der Dominanz, die die Kirche als Hüterin der abendländischen Kultur hinnehmen musste. Wirtschafts- und bevölkerungsgeschichtlich trat die Industrialisierung ihren Siegeszug an. Der Gedanke der Nationalstaatlichkeit entwickelte sich folgerichtig gerade für das zerrissene Deutschland ab dem 19. Jahrhundert. Es wurde seitdem nach und nach ideologisch so weit aufgeladen, dass es schließlich im Rassenwahn des Nationalsozialismus seine am höchsten pervertierte Form angenommen hatte. <a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/06/nationalsozialismus.jpg"><img src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/06/nationalsozialismus.jpg?w=69&#038;h=94" alt="" title="Nationalsozialismus" width="69" height="94" class="alignleft size-full wp-image-184" /></a>Mit seiner Niederringung entstand eine neue Weltordnung, in der sich der Nationalgedanke der nun herrschenden Dichotomie aus Kapitalismus und Sozialismus unterordnen musste. Diese Ideologien relativieren zunächst alle nationalen und kulturellen Unterschiede. Beide verheißen insbesondere den postkolonialen Staaten den Königsweg zu Glück und Selbstbestimmtheit. So scharen sich auf unterschiedlichen Ebenen, von den in Militärbündnissen zusammengefassten „entwickelten“ Ländern bis hin zu den Schwellenländern und der sogenannten Dritten Welt , alle hinter dem jeweiligen ideologischen Machtblock. Gerade in der Welt abseits der führenden Industrienationen gilt aber der sozialistische Kampf als gebotenes Mittel gegen die Unmoral kapitalistischer Ausbeutung als Herrschaftsprinzip der Hegemonialmächte. Alle kulturellen, nationalen und nicht zuletzt tribalen Unterschiede ordnen sich schließlich dem Kampf unter, sich vom kapitalistischen Joch zu befreien, um in freier Selbstbestimmung ein autonomes und sozialistisch geprägtes Allgemeinwesen aufzubauen. Der Sozialismus ist somit das Schwert der Unterprivilegierten, um wieder eine gerechte Weltordnung herzustellen.<br />
Das Jahr 1989 leitet schließlich eine Wende ein, in der der Sozialismus als gescheiterte Utopie, als Irrlehre desavouiert wird. Laut Francis Fukuyama verkörpert der Kapitalismus das am Ende überlegene Prinzip. Der Kampf der Ideologien sei nun entschieden. Hier setzt jetzt Huntington an, indem er postuliert, dass durch die Blockpolitik der Nachkriegsära kulturelle Unterschiede mit Macht unterdrückt  wurden, Unterschiede, die jetzt dazu führten, dass Staaten sich entlang religiöser Bruchlinien aufzulösen begännen. Der Zerfall Jugoslawiens ist das erste in einer Reihe von Ereignissen, das den Deutungen Huntingtons entspricht. Sie setzt sich fort mit Tschetschenien und Afghanistan, einer Altlast sowjetischer Außenpolitik, und findet ihren Höhepunkt mit dem Anschlag auf das World Trade Center.<br />
In einer Zeit, in der die Finanzmärkte ganze Staaten in Geiselhaft nehmen, die völlige Entkopplung von Wirtschaftsgütern und Geldflüssen stattfindet  und die Regierungen der führenden Industrienationen über alle ideologischen Grenzen hinweg eine neokolonialistische Außen- und Finanzpolitik betreiben, besinnen sich die Zukurzgekommenen, die Verlierer der Globalisierung auf die moralische Überlegenheit ihrer islamischen Kultur. Eine ganze Generation junger Männer, zum Teil ohne Land, aber auf jeden Fall ohne Perspektive lehnt sich mit archaischen Mitteln gegen die seelenlose Übermacht transnationaler Trusts und Großbanken auf, die ganze Schuldnerländer genauso vor sich her treiben wie ihre eigenen Politiker.</p>
<p>Huntington galt zu Lebzeiten als Konservativer, also als Bewahrer des gesellschaftlichen Status Quo, der zumindest in den USA, dem Kernstaat der christlich abendländischen Kultur hauptsächlich durch den Wertekanon der christlich- jüdischen Tradition bestimmt wird. Im Gegensatz zu den Regierenden der Bush Ära, die ihn für sich reklamierten, ist er der kulturpessimistischen Auffassung, dass die universalen Werte wie Völkerverständigung, Demokratie und Menschenrechte über keinen legitimen und machtvollen Sachwalter mehr verfügen, der sie nachhaltig in die Welt tragen kann, um der radikalen „Theologisierung“  vor allem im wachsenden islamischen Einflussbereich Einhalt zu gebieten.<br />
Genauso wie Lessing, und hier schließt sich nun der Kreis, sieht sich Huntington den Idealen der Aufklärung verpflichtet. Sie war die philosophische Antwort auf die Glaubenskriege im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts, in denen Macht und religiöse Überzeugung eine unheilige Allianz eingingen. Zunächst Spinoza und später Kant entwarfen eine Ethik, die in jeder Religion ihre Gültigkeit besitzt, da sie aus einem philosophischen Diskurs hervorgeht, der die Wahrheit sucht und nicht vorgibt, sie bereits gefunden zu haben. Daher schließt Huntington seine düsteren Thesen mit einem versöhnlichen Ausblick, dass bei aller vermeintlich unüberbrückbaren Unterschiedlichkeit der Kulturen eine conditio humana existiere, eine minimale Moral, die als universale Disposition in allen Kulturen anzutreffen sei. Damit schließt er sich den Vordenkern der Aufklärung an, die dem Primat des religiösen Diskurses, den der Philosophie  entgegensetzten.<br />
Huntington spricht von 8 Kulturkreisen. Warum fokussiert man seine Thesen meistens nur auf den Antagonismus zwischen der abendländischen Kultur und dem Islam? Weil sich 7 Kulturkreise letztlich nur über die Art identifizieren lassen, wie sie den Kapitalismus leben. Politische und gesellschaftliche Strukturen ordnen sich auf unterschiedliche Art dem Diktat des Kapitals unter. Im Islam weist die göttliche Gesetzgebung, die Scharia, den Weg, der alle Lebensbereiche apodiktisch durchdringt, ohne dass sie im philosophischen Diskurs relativierbar gemacht werden kann. In den Augen vieler Muslime hat die Philosophie der Aufklärung, aus der ja das heutige Demokratieverständnis hergeleitet werden kann, ihre Legitimität verloren. Angesichts des Weltkapitals, das sich auch der letzten mäßigenden Fesseln einer universalen Ethik entledigt hat, ist für sie der Islam die letzte Bastion, die sich der anbrandenden Gewalt des Kapitals widersetzt.</p>
<p>Die aufklärerische Toleranz hat in den Augen der Islamisten auf der ganzen Linie versagt, weshalb Intoleranz  als Mittel des Selbstschutzes und der Abgrenzung gesehen wird.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/174/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=174&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Nathan der Weise</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 07:18:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA["Nathan der Weise"]]></category>
		<category><![CDATA[Dramen]]></category>

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		<description><![CDATA[wurde von Lessing als Ideendrama konzipiert, 1779 veröffentlicht und 1783 in Berlin uraufgeführt. Das Drama besteht aus 5 Aufzügen (Akten) und ist dem Humanismus und der Aufklärung verpflichtet. Zur Entstehung dieses Dramas gibt es eine Vorgeschichte. Lessing hatte zu einer Polemik eines unbekannten Verfassers, der die dogmatischen Lehrmeinungen der lutherischen Kirche kritisierte, Stellung bezogen und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=159&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/05/nathan.jpg"><img src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/05/nathan.jpg?w=55&#038;h=78" alt="" title="Nathan" width="55" height="78" class="alignleft size-full wp-image-160" /></a>wurde von Lessing als Ideendrama konzipiert, 1779 veröffentlicht und 1783 in Berlin uraufgeführt. Das Drama besteht aus 5 Aufzügen (Akten) und ist dem Humanismus und der Aufklärung verpflichtet. Zur Entstehung dieses Dramas gibt es eine Vorgeschichte. Lessing hatte zu einer Polemik eines unbekannten Verfassers, der die dogmatischen Lehrmeinungen der lutherischen Kirche kritisierte, Stellung bezogen und sie veröffentlicht. Das zog nicht nur einen lebhaften Disput unter den Denkern des 18. Jahrhunderts nach sich, sondern auch das Verbot des Herzogs, weitere Abhandlungen zu diesem Thema zu veröffentlichen. </p>
<p>Also packte Lessing das Thema der Toleranz zwischen den monotheistischen Religionen in ein in Blankversen geschriebenes Drama, verfrachtete die Handlung nach Jerusalem und ins ausgehende 12. Jahrhundert, ans Ende des dritten Kreuzzugs. Die Verstechnik soll sowohl die orientalische Anmutung beim Zuschauer erzeugen, als auch im stilistischen Kontrast zu Lessings prosaisch philosophischem Anliegen stehen. </p>
<p>Eine in meinen Augen gelungene kurze Inhaltsangabe von Steffen Kuntoff:</p>
<p>Jerusalem zur Zeit des Waffenstillstands nach dem 3. Kreuzzug. Der ebenso reiche wie weise und edelmütige jüdische Kaufmann Nathan kommt von einer langen Geschäftsreise zurück. Während seiner Abwesenheit brannte es in seinem Haus, und seine Pflegetochter Recha verdankt einem Christen ihr Leben. Von ihm wird erzählt, dass Sultan Saladin ihn als einzigen von zwanzig gefangenen Tempelherren am Leben ließ, weil er seinem verschollenen Bruder Assad ähnlich sehe. Nathan schickt Daja, die verwitwete christliche Erzieherin Rechas, um den Tempelherrn einzuladen, aber der lehnt es ab, mit Juden zu verkehren. Nathan passt ihn auf der Straße ab, und obwohl sich der Christ zunächst schroff abweisend verhält, gelingt es dem jüdischen Kaufmann allmählich, ihn durch seine tolerante Haltung für sich einzunehmen.<br />
Sultan Saladin träumt davon, seine Schwester Sittah mit einem Bruder und seinen Sohn Melek mit einer Schwester des englischen Königs Richard Löwenherz zu verheiraten, um Frieden zwischen Christen und Muslimen zu stiften. Weil seine Kassen leer sind, hat er allerdings nicht viel anzubieten. Deshalb sucht er einen Kreditgeber.<br />
Als Nathan zum Sultan gerufen wird, erwartet er, dass dieser wissen wolle, was er während seiner Reise beobachtet habe. Doch zu seiner Verblüffung fragt ihn Saladin nach einiger Zeit, welche Religion er für die wahre halte. Nathan wittert eine Falle und antwortet mit einem Märchen, der berühmten Ringparabel:<br />
In einer bestimmten Familie gehörte es zur Tradition, durch die Weitergabe eines kostbaren Rings jeweils einen der Söhne als zukünftiges Familienoberhaupt auszuwählen. Ein Vater aber konnte sich nicht zwischen seinen drei rechtschaffenen Söhne entscheiden und ließ deshalb zwei Duplikate anfertigen, die er selbst nicht vom Original zu unterscheiden vermochte. Nach seinem Tod kam es zum Streit zwischen den drei Brüdern. Der Richter weigerte sich, ein Urteil zu sprechen, riet aber jedem der drei Männer, an die Echtheit seines Ringes zu glauben und in vielen Jahren wiederzukommen.<br />
Jede der drei großen Religionen kann die &#8222;echte&#8220; sein. Jedenfalls sollten ihre jeweiligen Anhänger davon ausgehen und es durch Sittlichkeit und Nächstenliebe zu beweisen versuchen.<br />
Saladin reagiert betroffen und bietet dem Juden seine Freundschaft an.<br />
Während Nathan noch beim Sultan ist, folgt der Tempelherr seiner Einladung, weil er aber nur Recha und Daja im Haus des Kaufmanns antrifft &#8212; und sich verwirrt eingesteht, wie sehr Recha ihm gefällt &#8212; zieht er sich rasch wieder zurück. An Rechas Reaktion merkt Daja, dass auch sie sich verliebt hat.<br />
Ungeachtet der verschiedenen Religionen und seines Keuschheitsgelübtes hält der Tempelherr um die Hand Rechas an. Nathan reagiert ausweichend und erkundigt sich nach der Herkunft des Tempelherrn.<br />
Daja trifft sich heimlich mit dem Tempelherrn, der Nathans Zurückhaltung als durch den Glaubensgegensatz motivierte Ablehnung missdeutet, und verrät ihm, dass Recha nicht die leibliche Tochter Nathans ist, sondern ein christlich getauftes Kind, das dieser aufgezogen habe. Die Vorstellung einer von einem Juden erzogenen Christin entsetzt den Tempelherrn. In seiner Verwirrung denunziert der Tempelherr den jüdischen Kaufmann beim Patriarchen.<br />
Ein Klosterbruder warnt Nathan. Es handelt sich um den Mann, der ihm vor 18 Jahren in Darun ein Kind anvertraute, dessen Mutter &#8212; eine Schwester des Tempelherrn Conrad von Stauffen &#8212; gestorben war. Der Vater, Wolf von Filnek, fiel wenig später vor Askalon. Nathan hatte wenige Tage zuvor seine Frau und seine sieben Kinder bei einem Pogrom verloren. Sie waren im Haus seines Bruders in Darun verbrannt.<br />
Im Palast des Sultans klärt Nathan den Tempelherrn über dessen Herkunft auf. Sein Vater war Wolf von Filnek, seine Mutter eine Schwester des Tempelherrn Conrad von Stauffen. Bevor Wolf von Filnek nach Palästina ging, vertraute er seinem Schwager die Erziehung seines Sohnes Leu an. Recha heißt in Wirklichkeit Blanda von Filnek und ist die Schwester des Tempelherrn.<br />
Saladin vergewissert sich durch einen Blick in das Brevier Wolf von Filneks, das der Klosterbruder Nathan überbracht hat, und weiß nun, dass es sich beim Vater von Leu und Blanda um niemand anderen handelte als um seinen Bruder Assad, der vor vielen Jahren von einem Ausritt nicht zurückgekehrt war. Ein christlicher Tempelherr und die Pflegetochter eines Juden sind also in Wahrheit Neffe und Nichte eines muslimischen Herrschers: Obwohl sie drei verschiedenen Religionen angehören, sind sie Mitglieder ein und derselben Familie. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/159/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=159&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wolfgang Borchert</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 08:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Borchert]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufgaben zum Text: &#8222;Das Holz für morgen&#8220; 1. Fasse den Text in zwei kurzen Sätzen zusammen. 2. Wie gliedert sich der Text formal und inhaltlich? 3. Analysiere Erzählperspektive und Sprachstil. 4. Versuche mithilfe der Analyseergebnisse eine Interpretation des Textes. (Textbelege!)<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=156&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgaben zum Text: &#8222;Das Holz für morgen&#8220;</p>
<p>1. Fasse den Text in zwei kurzen Sätzen zusammen.<br />
2. Wie gliedert sich der Text formal und inhaltlich?<br />
3. Analysiere Erzählperspektive und Sprachstil.<br />
4. Versuche mithilfe der Analyseergebnisse eine Interpretation des Textes. (Textbelege!)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/156/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=156&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Aufgabenstellungen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 09:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufgaben]]></category>

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		<description><![CDATA[1. Charakterisiere folgende handelnde Personen: &#8211; Emilia Galotti &#8211; Gräfin Orsina &#8211; Hettore Gonzaga &#8211; Graf Appiani &#8211; Marinelli &#8211; Odoardo &#8211; Claudia 2. Arbeite heraus, wie die Beziehungen der einzelnen Personen zueinander sind.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=149&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1. Charakterisiere folgende handelnde Personen:<br />
                                   &#8211; Emilia Galotti<br />
                                   &#8211; Gräfin Orsina<br />
                                   &#8211; Hettore Gonzaga<br />
                                   &#8211; Graf Appiani<br />
                                   &#8211; Marinelli<br />
                                   &#8211; Odoardo<br />
                                   &#8211; Claudia</p>
<p>2. Arbeite heraus, wie die Beziehungen der einzelnen Personen zueinander sind.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/149/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=149&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>„Emilia Galotti“ von Gotthold Ephraim Lessing (1772)</title>
		<link>http://studienkreisoberursel.wordpress.com/2010/02/26/%e2%80%9eemilia-galotti%e2%80%9c-von-gotthold-ephraim-lessing-1772/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 08:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA["Emilia Galotti"]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Entstehungsgeschichte: Die Handlung hat Lessing einer Geschichte entlehnt, die der Feder des römischen Historikers Livius entstammt. Hier versucht der Mächtigste der Dezemvirn Appius Claudius dem Plebejer Virginius seine Tochter Virginia abzutrotzen, die bereits dem Standesgenossen Icilius versprochen wurde. Als der Vater merkt, dass jeder Widerstand vergeblich ist, entschließt er sich, seine Tochter auf dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=145&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/02/lessing.jpg"><img src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/02/lessing.jpg?w=65&#038;h=78" alt="" title="Lessing" width="65" height="78" class="alignleft size-full wp-image-147" /></a>
<p>Zur Entstehungsgeschichte: Die Handlung hat Lessing einer Geschichte entlehnt, die der Feder des römischen Historikers Livius entstammt. Hier versucht der Mächtigste der Dezemvirn Appius Claudius dem Plebejer Virginius seine Tochter Virginia abzutrotzen, die bereits dem Standesgenossen Icilius versprochen wurde. Als der Vater merkt, dass jeder Widerstand vergeblich ist, entschließt er sich, seine Tochter auf dem Marktplatz umzubringen. Darauf erhebt sich das Volk gegen den Adel, der selbstherrlich und rücksichtslos seine Macht gegen das Volk ausspielt.<br />
Lessing ist der erste, der die Handlung grundlegend abwandelt und in die Renaissance Zeit Italiens verlegt. Hier herrschen ähnliche politische und gesellschaftliche Bedingungen, wie man sie in Deutschland zur Zeit Lessings auch vorfinden kann: Fürstentümer, die selbstherrlich und absolutistisch von ihren jeweiligen Herrschern geführt werden.<br />
Mit dem (bürgerlichen) Trauerspiel „Emilia Galotti“ greift Lessing zum zweiten Mal nach „Sara Sampson“ ein Genre auf, was sich in England bereits großer Beliebtheit beim Publikum erfreut.<br />
Zur Inhaltsangabe klicke bitte auf den entsprechenden Link!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/145/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=145&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Lessing</media:title>
		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Interpretation der Kurzgeschichte „So was von Warterei“ von Gabriele Wohmann (1978)</title>
		<link>http://studienkreisoberursel.wordpress.com/2010/02/26/interpretation-der-kurzgeschichte-%e2%80%9eso-was-von-warterei%e2%80%9c-von-gabriele-wohmann-1978/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 07:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gabriele Wohmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Typisch für eine Kurzgeschichte beginnt die Erzählung unvermittelt ohne Einleitung. Der Ort der Handlung erschließt sich dem Leser nach und nach durch wertende Beobachtungen der Ich-Erzählerin. Die einleitenden Sätze suggerieren, dass sie sich mit jemandem verabredet hat, auf den sie wartet, da sie vor der Zeit zum verabredeten Treffpunkt gekommen ist, einem Cafe in einem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=143&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Typisch für eine Kurzgeschichte beginnt die Erzählung unvermittelt ohne Einleitung. Der Ort der Handlung erschließt sich dem Leser nach und nach durch wertende Beobachtungen der Ich-Erzählerin.</p>
<p><a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/02/wohmann1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-206" title="Gabriele Wohmann" src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/02/wohmann1.jpg?w=99&#038;h=149" alt="" width="99" height="149" /></a></p>
<p>Die einleitenden Sätze suggerieren, dass sie sich mit jemandem verabredet hat, auf den sie wartet, da sie vor der Zeit zum verabredeten Treffpunkt gekommen ist, einem Cafe in einem Strandhotel. Gleich der zweite Satz deutet darauf hin, dass die Erzählerin nicht zum ersten Mal trinkt: „…Schnaps in den unangenehmen flachen Gläschen, anstelle eines vernünftigen Fläschchens,…“ Sie sitzt an einem „Tete-a-Tete-Tisch mit konzilianter Resopalplatte“. Hier wählt die IE gleich zwei metaphorische Attribute für den Tisch aus, die sich in ihrer Aussage widersprechen. Während „Tete-a-Tete“ andeutet, dass der Tisch für ein intim gehaltenes Treffen geeignet ist steht „Resopal“ für ungemütliche Funktionalität gepaart mit der menschlichen Eigenschaft der Kompromissbereitschaft und Unverbindlichkeit.<br />
Sie fühlt sich in der Cafe Atmosphäre sichtlich unwohl „Der nachmittägliche Eifer tortenbeflissener Urlauber umschmatzt mich.“ (Z.7, 8)Daher ist sie froh, mit ihrem Fensterplatz eine visuelle Verbindung nach draußen herstellen zu können.<br />
Der nun folgende zweite Absatz beschreibt die Natur, wie sie sich hinter dem Fenster ausdehnt. Die Auswahl der Verben und Attribute zeichnet ein Bild der Natur, das offenbar im Gegensatz zur Innenwelt des Cafés steht. Der Wind ist nässlich (kalt), die Farben blass, die ausgeblichenen Ähren wispern hart. Weitere Attribute sind „unzuverlässig“ und „zornig“. (Z.13-15) Das „Unbekannte“, „Gefährliche“ und „Unerwartete“ beginnt gleich hinter den Dünen.<br />
Der Schwerpunkt der Betrachtungen richtet sich wieder auf das Innere des Cafés. Das Verhältnis des Personals zur Hauptfigur ist durch gegenseitige innige Abneigung gekennzeichnet. Eine Drei-Mann-Kapelle spielt, aber die Lieder werden geschäftsmäßig abgespult. Es entsteht keine Spielfreude, die Gesichter sind mürrisch. Die IE konstatiert, dass der „picklige Ober-Jüngling“ sie ob ihres hohen Alkoholkonsums verachtet.  Sie schließt es aus der Art, wie er „Bittesehr!“ sagt. Diese mögliche Überinterpretation zeigt aber auch, dass sie sich im Grunde genommen für ihren Alkoholkonsum selbst verachtet. Einerseits drückt sie mit „picklig“ aus, dass sie ihn für unreif hält, dennoch stört es sie, dass er sie als zahlenden Gast und nicht als Frau wahrnimmt. Denn sie unterstellt ihm, dass der ihm genehme Frauentyp eher  auf eine weibliche Person zutrifft, die gerade durch die Drehtür kommt.  Diese Frau charakterisiert die IE, indem sie sie auf wenige Metonyme reduziert: „blond, weich, aufgetakeltes siebzehnjähriges weibliches Geschlecht. Hier steht das Geschlecht mit den deutlichen Merkmalen sexueller Verführbarkeit für die ganze Person. Die IE misst sich an der Person, die sie offenbar als Konkurrentin betrachtet und versucht sie durch diese Reduzierung als Sexualobjekt zu diffamieren.<br />
Ihre Aufmerksamkeit schwenkt wieder zur Kapelle und bleibt insbesondere an einem Mann hängen, den sie sogar sympathisch findet, wenn sie ihn abends in einer Nachtbar-Atmosphäre Jazz spielen hört. Die gleiche Person lehnt sie aber ab,  wenn er auf dem gleichen Podium zwar, aber in der ihr unangenehmen Café-Atmosphäre spielt. Die Gegensätzlichkeit drücken Begriffe wie „hellgraue Gentlemanuniform“ – „gottverdammter Sombrero“; „rotes Licht zuckt“ – „Schlieren fetten Kaffeedampfs“ und „sachte kreiselnde Qualmfäden“ aus.<br />
Also gibt es ein räumliches Drinnen und Draußen als auch ein zeitliches „nachmittags“ und „abends“, wobei  „Draußen“ und „abends“ in ihrer Unbeherrschbarkeit, Spontaneität und Unvorhersehbarkeit, z.B. stehen die synkopischen Rhythmen eines Bass Solos dafür, von der IE eindeutig positiver und sehnsuchtsvoller wahrgenommen werden als das Berechenbare, Oberflächliche und Stickige des Nachmittags. Die Helligkeit bringt „Zudringliches“ und „bullenhaftes  Herüberstarren“  der Abend die Geborgenheit der Dunkelheit, die nur durch das Zucken des roten Lichts unterbrochen wird.<br />
Das Absehbare, Offensichtliche und Alltägliche des nachmittäglichen Treibens im Café ist für die IE das wahrhaft Bedrohliche: „Ihre Friedfertigkeit überzeugt mich nicht.“ Inzwischen werden alle Personen um sie herum metonymisch reduziert auf „rötlicher Klecks zwischen Oberjacke und steifer gelber Haartolle“(Z.51), „Lippen“, „sahnegeschlemmte Kehlen“(Z.61) oder „Hand“. Auch ihr fortgesetzter Alkoholkonsum bemisst sich an dem stetigen Anstieg einer Nummer. Die Metonymien sind auch der Ausdruck für den zunehmenden Grad der Trunkenheit.  Sie führt zur übersteigerten und damit als bedrohlich und zudringlich empfundenen Wahrnehmung isolierter Merkmale, die scheinbar ein unkontrolliertes Eigenleben führen, wie eine weiße Wand, in deren Aussparungen geöffnete Lippen oder eine Hand zum Vorschein kommen. Ihr Finger versucht physisch mit der Kühle des Draußen Kontakt aufzunehmen:“Der Wind faucht…lege einen Finger an den Rahmenspalt“.<br />
Ab Glas Nummer sechs fühlt sie sich verlassen:“Alleinsein ist beschlossene Sache“. Dennoch sehnt sie sich nach Nähe und Einmischung. Sie möchte in das Leben eintauchen, dass sie spöttisch und despektierlich ablehnt, weil sie eben nicht mehr dazugehört:“das alles ist nicht mehr für mich bestimmt: …zappelnde Kinder, tüchtige Mütter.“<br />
Zweimal wird der Text unterbrochen mit der Klage über die Unpünktlichkeit von Männern. (Z.38 u.Z.69)Sie spielt allen, dem Leser, dem Kellner, dem bullenhaft herüber starrenden Vater und schließlich sich selbst vor, dass sie auf einen Mann wartet, ein Rendezvous hat. Es kann aber auch ein Warten im umfassenderen Sinne sein, dass ein Mann in ihr Leben wohl nicht mehr treten wird: „Der kommt nicht mehr.“ Die Erzählung schließt mit dem 10. Glas Schnaps  und dem Satz: „Übrigens habe ich keinen erwartet.“  Somit könnte man die Entwicklungskurve ihres Gefühlslebens mit den drei Begriffen Hoffnung, Resignation und Verleugnung umschreiben.<br />
Welche Biographie der Erzählfigur lässt sich nun aus der Art des inneren Monologs ableiten? Eine Frau mittleren Alters wartet auf einen Mann, der in ihr Leben treten soll, um die Einsamkeit zu beenden, die eine Ursache für ihr Alkoholproblem sein kann. Im Grunde genommen möchte sie mit diesem Lebenspartner die Unbekümmertheit und Banalität des Alltags leben, wie die Café Atmosphäre sie ihr vorspiegelt. Gleichzeitig empfindet sie diese Absehbarkeit und Zwangsläufigkeit aber als bedrängend und einengend. Ihr Abwehrverhalten ist die Unnahbarkeit, dem Kellner gegenüber, von dem sie durch ihren exzessiven Alkoholkonsum geradezu verachtet werden möchte, der Band gegenüber, wenn sie banale Schlager spielt, und eigentlich jedem gegenüber, den sie in ihre spöttischen und abschätzigen Betrachtungen mit einbezieht. Der Mann, auf den sie wartet, soll sie überraschen können, durchaus die unberechenbare Härte und Macht des Windes haben, unter dem sie eigentlich hart am Boden liegen möchte (Z.66), anstatt sich dem Zwang eines vorgestanzten Lebenslaufs zu unterwerfen. Dieser Mann kommt aber nicht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/143/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=143&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Gabriele Wohmann</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Arbeitsaufgaben zum Roman &#8222;Der Schüler Gerber&#8220;</title>
		<link>http://studienkreisoberursel.wordpress.com/2010/01/20/arbeitsaufgaben-zum-roman-der-schuler-gerber/</link>
		<comments>http://studienkreisoberursel.wordpress.com/2010/01/20/arbeitsaufgaben-zum-roman-der-schuler-gerber/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 14:02:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA["Der Schüler Gerber"]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://studienkreisoberursel.wordpress.com/?p=133</guid>
		<description><![CDATA[Recherchiere biographische Daten zum Autor. Worin besteht die &#8222;schwarze Pädgogik&#8220;, die Gerber nach und nach in seine scheinbar ausweglose Lage bringt? Zeige Parallelen zum vorherigen Thema &#8222;Kommunikation&#8220; auf -wie (Nicht)Kommunikation zu Missverständnissen führen kann. Wie müsste ein Lehrer-Schüler Verhältnis beschaffen sein, das eine solche fatale Entwicklung der Ereignisse nicht zulassen würde?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=133&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ol>
<li><strong>Recherchiere biographische Daten zum Autor.</strong></li>
<li><strong>Worin besteht die &#8222;schwarze Pädgogik&#8220;, die Gerber nach und nach in seine scheinbar ausweglose Lage bringt?</strong></li>
<li><strong>Zeige Parallelen zum vorherigen Thema &#8222;Kommunikation&#8220; auf -wie (Nicht)Kommunikation zu Missverständnissen führen kann.</strong></li>
<li><strong>Wie müsste ein Lehrer-Schüler Verhältnis beschaffen sein, das eine solche fatale Entwicklung der Ereignisse nicht zulassen würde?<br />
</strong></li>
</ol>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/133/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=133&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Der Schüler Gerber&#8220; von Friedrich Torberg</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 14:14:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>studienkreisoberursel</dc:creator>
				<category><![CDATA["Der Schüler Gerber"]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zufall führt Kurt, in der Sommerfrische mit seinen Eltern, mit Professor Kupfer, dem Mathe Lehrer seines Gymnasiums zusammen. Der erzählt seinem Vater, dass er Schüler wie Kurt Gerber auch noch brechen werde, sollte er ihn in die Finger bekommen. Als der Vater erfährt, dass Arthur Kupfer der neue Klassenlehrer werden soll, empfiehlt er seinem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=128&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/01/gerber.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-131" title="Gerber" src="http://studienkreisoberursel.files.wordpress.com/2010/01/gerber.jpg?w=211&#038;h=300" alt="" width="211" height="300" /></a>Der Zufall führt Kurt, in der Sommerfrische mit seinen Eltern, mit Professor Kupfer, dem Mathe Lehrer seines Gymnasiums zusammen. Der erzählt seinem Vater, dass er Schüler wie Kurt Gerber auch noch brechen werde, sollte er ihn in die Finger bekommen. Als der Vater erfährt, dass Arthur Kupfer der neue Klassenlehrer werden soll, empfiehlt er seinem Sohn, die Schule zu wechseln. Der möchte aber die Reifeprüfung bestehen, um später Jura zu studieren.</p>
<p>Verstrickungen im Zusammenhang mit der unerwiderten Liebe zu Lisa Berwald bringen ihn schon früh zu einer Konfrontation mit Professor Kupfer. An sich ein guter Schüler, hat er doch Probleme in Mathematik, die sich noch verschärfen durch krankheitsbedingt  erzwungene Fehlzeiten. Mit dem selbst gesetzten Druck im Nacken, das Abitur auf jeden Fall zu schaffen, allein schon, um seinem kranken Vater keinen Kummer zu machen, durchlebt er ein Wechselbad von Ängsten und Hoffnungen. Die Enttäuschung darüber, dass es zu keiner Beziehung mit Lisa kommt und der latente Konflikt mit Kupfer drängen ihn immer tiefer in eine Wahnwelt, die sich zunehmend von der Realität abkoppelt.  Alles, was um ihn herum passiert, schätzt er in der Konsequenz für ihn falsch ein. Das führt schließlich so weit, dass er sich das Leben nimmt, in der Annahme, er habe die Reifeprüfung nicht bestanden.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/studienkreisoberursel.wordpress.com/128/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=studienkreisoberursel.wordpress.com&amp;blog=10970860&amp;post=128&amp;subd=studienkreisoberursel&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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